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Chronik des SRVs

Chronik des Vereins 1921-2022

Vorturnerschaft

Schon geraume Zeit vor der offiziellen Vereinsgründung des SRV am FWG am 28.2.1921 gab es zahlreiche Bestrebungen, einen Ruderverein ins Leben zu rufen. Die Gründung des SRV steht in direkter Beziehung zur legendären Vorturnerschaft, die unter kräftiger Förderung Oskar Jägers, des bekannten freisinnigen Direktors unserer Schule (1865- 1901), von dem damaligen Oberlehrer Franz Moldenhauer im Jahre 1878 gegründet worden war und bis zu seinem Tode 1917 bestanden hat. Da Moldenhauer selbst alter Burschenschaftler war, war auch die von ihm stark geprägte Vorturnerschaft nach Art einer studentischen Korporation aufgebaut. So gab es Füchse unter dem Fuchsmaior und die gesamte Vorturnerschaft, durchschnittlich zwischen 25-30 Mann, unterstand dem Präsidenten, einem Schüler der Oberprima, der, soweit notwendig, die Weisungen Moldenhauers umzusetzen hatte.

Erste Anfänge

Inspiriert durch die Gründung einer Ruderriege am Gymnasium Kreuzgasse 1911 war man in der Vorturnerschaft der Ansicht, dass auch am F\/VG eine äquivalente Ruderriege aufgebaut werden sollte. Dieses hatte zur Konsequenz, dass innerhalb kurzer Zeit Spendengelder in Höhe von 2000 Mark bereitgestellt, von Richard Rentrop und Moldenhauer dem Direktor Geheimrat Kroesing zur Anschaffung von Bootsmaterial übergeben wurden. Auch die zukünftige Unterbringung der Boote war schon mit dem Kölner Ruderverein von 1877 abgesprochen worden. Bis zur Beschaffung der Boote war der KRV sogar bereit, eigene Boote und Trainer zur Verfügung zu stellen. Allerdings lehnte Geheimrat Kroesing aus missverstandener preußischer Sparsamkeit das Anliegen ab. Den Rudersport bezeichnete er als „extravagant und feudal”. Eigentliche Gründe für das Scheitern lagen darin, dass Moldenhauer dem Rudersport distanziert gegenüber stand und sich deshalb nicht energisch genug engagierte. Außerdem bestanden persönliche Dissonanzen zwischen dem politisch tätigen Nloldenhauer und dem politikscheuen Geheimrat.

Die Ära Dr. Deckelmann

lm Jahre 1921 wurde Kroesing dann pensioniert und der neue Direktor Dr. Deckelmann stand den Versuchen, einen Ruderverein zu gründen, durchaus gewogen gegenüber. So konnte der SRV am FWG als 3. Kölner Schüler-Ruderriege am 28.2.1921 ins Leben gerufen werden. Da der KRV 1877 über nur beschränkte räumliche Verhältnisse verfügte, musste er eine Aufnahme unseres Vereins ablehnen. Aus diesem Grunde wandte man sich an den Kölner Club für Wassersport, dem man 36 Jahre lang die Treue hielt. Schon im ersten Jahr konnte am 30.7.1921 das erste Boot des SRV, ein Tourenvierer, auf den Namen „Friedrich-Wilhelm“ getauft werden.

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Ihnen ist es zu verdanken, dass der SRV am FWG überhaupt besteht: Die Vorturnerschaft mit Prof. Franz Moldenhauer in der Mitte

Der Verein über die Jahre hinweg

1922/23: Dem ersten Sturm der Begeisterung folgte eine relative Flaute. Immerhin unternahm man eine Wanderfahrt von Andernach nach Düsseldorf. Der Transport der Boote erfolgte, wie damals üblich, mit der Weißen Flotte, den Schiffen der Köln-Düsseldorfer (KD).

1923/24: Der Mitgliederstamm wuchs auf 24 Jungen, und mit diesen wurde auch das Vereinsleben aktiver. So wurde auf der Regatta des KCfW am 23.9.1923 im Anfängervierer der erste Sieg in der Geschichte des Vereins durch das Ziel gefahren. Am 26.9.1923 folgte erstmalig die dritte Ausrichtung einer eigenen Regatta, der „Internen“, die in den nächsten Jahren zur Tradition werden sollte.

1924/25: ln Vertretung des bisherigen Protektors StR Prof. Halfmann, der nach Bonn versetzt wurde, übernahmen Mitglieder des KCfW die Betreuung der FWGler. Auf der IV. „internen“ werden fünf Rennen ausgefahren. Erfreuliche Entwicklungen gab es besonders aus dem Wanderruderbereich zu verzeichnen. So fand eine drei- wöchige Wanderfahrt auf Neckar und Rhein statt.

1925/26: In den Sommerferien beruderte eine Vierermannschaft (unter ihnen das jetzige Ehrenmitglied Karl-Heinz Berkhauer) die Mosel. Untergebracht waren die Ruderer im Bootshaus Traben-Trarbach.

1926/27: Starkes Ansteigen der Mitgliederzahl (von 10 auf 35). Verzeichnet ist in den Chroniken, die erfolgreiche Teilnahme an Regatten ?n Neuwied, Essen und Trier sowie die Durchführung einer Moselwanderfahrt von Trier aus. Im Winter gab es Übungen im Rodenkirchener Ruderkeller.

1927/28: Der Bootsbestand wurde durch die Boote „Oskar-Jäger I“ und „Gastbund” erweitert. Keine nennenswerten Regatta-Erfolge, aber reger Wanderruderbetrieb (Mainz-Köln und Trier-Köln). Erstmalig wurde die „Interne“ nicht ausgerichtet.

1928/29: Zu Beginn des Schuljahres wurde StR Dr. A. Henkel neuer Protektor des Vereins. Auf der VII. „internen“ wurde erstmals der Große Gastviererpokal vergeben, den der ehemalige Schüler und „Kaufhof“-Gründer Alfred Leonard Tietz gestiftet hatte.

1929/30: Die Mitgliederzahl stieg auf 44 Ruderer. Besonderes Ereignis dieses Schuljahres war die Anschaffung des Zweiers „Preußen“.

1930/31: Weiterer Anstieg der Mitgliederzahl (50). lm Anschluss an die IX. „Interne“, auf der acht Rennen in zwei Gewichtsklassen stattfanden, wurde der neue Doppelzweier „Preußen“ getauft.

1931/32: Das Rennrudertraining wurde intensiviert. Das KCfW-Mitglied Hansult trainierte eine Vierer- und eine Achtermannschaft. Die Früchte dieses Trainings sollten sich im folgenden Jahr zeigen.

1932/33: Zwei großartige Achtererfolge waren zu verzeichnen. U.a. gewann der FWG-Achter den „Großen Hindenburg-Achter” in Neuwied. Neben der Rennruderei fortgesetzt diverse Wanderfahrten. ‚“

1933/34: Abfallen der Mitgliederzahl (auf 27). Beim Kölner Stadtachter, einem Rennen, das der KRV von 1877 auch heute noch austrägt, errang die Mannschaft des SRV den 2. Platz. Die Wanderruderer entdeckten in diesem Jahr neue Strecken, Ruderwart Meier fuhr im Faltboot bis nach Marseille, und Klaus Limbourg, damaliger Vorsitzender, ruderte den Rhein hinab bis an die Nordsee.

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Hier war der SRV am FWG gut aufgehoben: Das erste schwimmende Bootshaus des Kölner Clubs für Wassersport e.V.

1934/35: Der Achter des KCfW (mit den SRVlern Limbourg und Meller) gewann den Kölner Stadtachter und wurde bei einer Regatta auf dem Baldeneysee nur durch den Essener Achter, dem späteren Deutschen Meister, mit nur 50 cm geschlagen. Bei der Xlll. „internen“ wurde als Höhepunkt das Skiff „Saar“ getauft. Der Name sollte die Verbundenheit mit dem Saarland ausdrücken, das 1935 gemäß Versailler Vertrag über seine Zugehörigkeit zu Frankreich oder Deutschland entschied.

1935/36: Schwindende Mitgliederzahlen beherrschten dieses Ruderjahr, wesentliche Rennerfolge oder Wanderfahr- ten gab es nicht zu vermeiden. Wie üblich die eigene „lnterne” und Wintertraining in der Halle.

1936/37: „Gute Witterung“ und „steigende Mitglieder- zahlen“ verzeichnen die Chronisten (Ob da wohl nicht auch eine Verbindung besteht?). Die XV. „interne“ umfasst 12 Rennen und die anschließende Taufe des Doppelvierers „Ostmark“.

1937/38: Der FWG-Jahresbericht verzeichnet 1938: „Von einem Bericht wird in diesem Jahre Abstand genommen, da die Schülerruderriege stark zusammengeschmolzen ist.“ immerhin konnte die traditionelle „interne“ mit 6 Rennen durchgeführt werden.

1938/39: Nach dem Tod des Protektors StR Dr. A. Henkel übernahm Oberschullehrer Paul Münch den Verein. Es fand keine „interne“ statt, doch wurde der Bootsbestand um die beiden Doppelzweier „Köln“ und „Rheinland“ vergrößert. Letztes offizielles Berichtsjahr vor dem Kriege. Der Wehrsport ließ für andere sportliche Betätigungen keinen Raum mehr. Die Tennis- und Hockeyabteilung der Schule waren bereits Mitte der 30er Jahre „ausgefauen“. Über die ruderischen Aktivitäten während der Kriegszeit berichtet Prof. Herbert Jahrreiß folgendes: „Im Herbst 1940 hat es angefangen, und auch im Sommer 1941 waren wir fleißig dabei. Es gehörte zum Sportprogramm der Schule… Die FWG-Boote lagen in einer schwimmenden Bootshalle, die dort festgemacht war, wo die Militärringstraße auf die Rheinuferstraße stößt. Jede Ruderfahrt führte also an den Spundwänden vorbei, hinter denen damals die Pfeiler der ersten Rodenkirchener Autobahnbrücke entstanden. Weite- re Fahrten haben wir nicht unternommen… Wir sind wohl die letzten Schüler gewesen, die an den damaligen Booten noch Freude hatten.“ ln der verhängnisvollen Nacht vom 28. auf den 29.6.1943 fiel das dreigeschossige Schulgebäude nebst Turnhalle und Hausmeisterwohnung in der Severinstraße dem Luftkrieg zum Opfer. Fünf Tage später, in der Nacht vom 3. auf den 4.7.1943, verbrannte das stattliche schwimmende Bootshaus des KCfW mitsamt unseren acht Booten (s. auch VEREINSEIGENE BOOTE) und den Trophäen, weil bei einem englischen Luftangriff eine Brand- bombe das Bootshaus statt der angezielten Brücke getroffen hatte.

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Neue Unterkunft: Das zweite schwimmende Bootshaus des KCfW

Neuaufbau – die „Mendner“-Zeit beginnt

1949/50: im November 1949 regte der damalige StR Dr. Siegfried Mendner die Neugründung des SRV am FWG an. Die Schüler H.-W. Scheidemantei, L. Scheib, M. Fuchs, D. Gagel, P. Groneuer, H.-D. Döring, Schwarz und H.-J. Koch verwirklichten die Anregung. „Am 01.12.1949 wurde“, so der FWG-Jahresbericht, „der SRV am FWG von der Mitgliederversammlung neu ins Leben gerufen.“ Der SRV am FWG schloss sich wiederrum dem KCfW an, der ebenfalls den Gymnasien Nippes und Spiesergasse eine Bleibe bot. In den ersten Jahren ruderten die FWGler unter Anleitung des KCfW Trainers Rex. Zunächst widmete sich der SRV am FWG – in Ermangelung eigener Boote – überwiegend dem Rennrudersport. Pfingsten 1950 fuhr ein Vierer, u.a. mit Dieter Gagel, dem ersten Nachkriegs-Vorsitzenden, von Flöhsheim/Main nach Köln.

1950/51: Am 23.9.1950 hatte der SRV am FWG seine erste Regattateilnahme nach dem Kriege, uncl zwar startete er mit mäßigen Ergebnissen bei der KCfW-Regatta. im Achter gelang es aber die Renngemeinschaft KCfW Spiesergasse deutlich zu distanzieren. Bei der Stadtregatta im Sommer 1951 erreichen die FWG-Boote das Ziel nur unter „ferner liefen“.

1951/52: Langsamer Ausbau des Vereinslebens. Die Ruderlust wurde in dieser Zeit stark durch das Fehlen eigener Boote gebremst.

1952/53: Manfred Fuchs war Vorsitzender eines Vereines, der zu dieser Zeit beim nordrhein-westfälischen Ruderverband mit sieben Mitgliedern gemeldet war.

1953/54: Die Anschaffung des ersten Bootes nach der Wiedergründung im Dezember 1949 verbesserte die sportliche Situation ganz erheblich. Am 20.6.1953 wurde der Doppelvierer „Oskar-Jäger II“ von der Bootswerft Pirsch (Berlin) angeliefert und noch im Spätsommer auf den Planken des neuen KCfW Bootshauses (dieses existiert heute noch) getauft. Im Herbst wurde das Boot auf einer Mosel-Wanderfahrt gefahren.

1954/55: Ansteigen der Mitgliederzahl (25). Bedingt war der Aufschwung unter anderem dadurch, dass sich die Schule mehr um ihren Verein kümmern konnte. Dr. Friedrich Schepper wurde Protektor des Vereins.

1955/56: Weiterer Anstieg der Mitgliederzahl (30). im Sommer unternahm eine Vierermannschaft, u.a. auch mit dem damaligen Vorsitzenden und heutigen Protektor Manfred Homola, eine Lahn-Rhein-Wanderfahrt. Behindert wurde die Fahrt durch eine nicht näher bezeichnete Havarie bei Bad Ems, die „zu stundenlangem Bootsflicken“ zwang. Der neu angeschaffte C-Vierer „Marie-Luise“ war für die Anfängerausbildung auf dem Rhein nicht zu gebrauchen. So wurde das Boot zu optimalen Konditionen an den SRV Kreuzgasse weiten/erkauft und mit diesem Geld und weiteren Spenden der B-Doppelvierer „Zugvogel“ bei der Bootswerft Nicolaus (Königswinter) erworben.

1956/57: ln diesem Jahr wurde StD Dr. Siegfried Mendner Protektor des Vereins. Dieser Mann hat in den folgenden 20 Jahren das Vereinsleben geprägt wie kein anderer.

1957/58: Erstmals planmäßige Ausbildung der Obertertien (9. Klasse). Höhepunkt dieses Ruderjahres ist die Saar-Mosel-Rhein-Fahrt (325 km) mit „Zugvogel I” und „Oskar-Jäger II” gewesen. Ende Juli 1957 löste der SRV „in aller Freundschaft” (so berichten die Chronisten) die Langjährige Bindung an den KCfW und siedelte zum KRV von 1877 – wobei der einstige Vorsitzende Julius Caesar wertvolle Vermittlerdienste leistete. Notwendig war dieser Schritt durch die für 1958 geplante Erweiterung des Bootsbestandes geworden.

1958/59: Dieses Schuljahr verzeichnete die größte Zunahme beim Bootsbestand in der Geschichte des SRV am FWG. Am 20.5.1958 wurden in Anwesenheit des damaligen FWG-Direktors OStD Dr. Prehn drei neue Boote getauft. Der A-Doppelvierer „Schinderhannes”, in dem Anfänger „geschunden“ werden sollten, der C-Vierer „Julius Caesar“, eine Würdigung der Tatsache, dass Julius Caesar 1921 an der Gründung des SRV am FWG beteiligt war, und der A-Doppelzweier „Berlin“. Der damalige Direktor bezeichnete die Namensgebung als eine „politische Verpflichtung“. Unter Leitung des Ex-Vorsitzenden Hans-Dieter Döring wurde eine Moselwanderfahrt mit „Zugvogel“ und „Berlin“ durchgeführt.

1959/60: Das Fahrtenbuch verzeichnete in diesem Schuljahr eine große Main- und eine Mosel-Wanderfahrt. Insgesamt war das Vereinsleben sehr rege. So verwunderte es nicht, dass in dieser Saison mit 19.938 km ein neuer Mannschaftskilometer-Rekord errudert wurde.

1960/61: Erstmals in der Geschichte des FWG ging ein ganzer Klassenverband mit Klassenlehrer Dr. Mendner auf Rudertour. Es gab diverse andere Wanderfahrten auf Mo- sel, Rhein und Weser. Der Ruderbetrieb in Rodenkirchen war stark eingeschränkt, da der KRV zu dieser Zeit sein Bootshaus umbaute.

1961/62: Am 1./2.7.1961 wurde das neue Bootshaus ein- geweiht. ln diesem Neubau, der auch heute noch so existiert, bezogen die drei dem KRV von 1877 angeschlossenen Schülerriegen eigene Umkleideräume. im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurden auch zwei neue Boote aus der Bootswerft Empacher (Eberbach) getauft. Der Doppeldreier „lkaros“ erhielt seinen Namen nach der gleichlautenden Schülerzeitung des FWG, die in diesem Jahr durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen als beste Schülerzeitung ausgezeichnet worden war. Das zweite Boot war eine Seegig, der „Siebenschläfer“.

1962/63: In rennsportlicher Hinsicht eines der erfolgreichsten Jahre der Nachkriegszeit. Im Gigvierer m. Stm. gewann der SRV am FWG auf der „Landesregatta der Höheren und Realschulen“ in Essen. Später in der Saison folgten Siege auf der X. internen Schülerregatta im Gigvierer und in Renngemeinschaft mit der Ruderriege Humboldt-Gymnasium auch im Achter. Die erfolgreichen Rennruderer waren: Albrecht, Christiani, H. Kind, T. Spiritus, R. Köhl und 7 als Steuermann – W. Köhnen. Unter Leitung des 1. Vorsitzen- den Rolf Köhl wurde eine Wanderfahrt von Würzburg nach Köln unternommen.

1963/64: Am 5.5.63 beteiligte sich der SRV am „Tag des Deutschen Rudersports”, der in Köln ausgerichtet Wurde. im Anschluss an dieses Großereignis unternahm der SR\/ ei- ne Wanderfahrt auf Fulda und Weser. Die drei Mitglieder Hans-Georg Kind, Karl Müller und Wolfgang Kohnen ruderten erfolgreich unter der Flagge des KRV von 1877. Neuer Vorsitzender wurde Wolfgang Kaulhausen. Am 11.10.1963 wurde aus den Reihen der Ehemaligen ein Vorläufer des 1977 gegründeten „Förderverein des Schülerruderns am FWG“ ins Leben gerufen. Vorsitzender 1963 wurde Walter Frey. Der Name lautete schlicht „Verein der Ehemaligen“.

1964/65: Zu Pfingsten ging es unter der Leitung von Stefan Küppers die Lahn hinunter. lm Rennruderbereich er- reichten Sommer, H.-J. Bergmann, J. Tapperath, H. Stegmann und Strn. K. Künzel ebenso wie Christiani und H.-J. Thenee im Zweier 2. Plätze bei der Landesregatta in Essen. Erfolgreicher waren die für die 77er startenden Steuerleute Karl Müller und Wolfgang Köhnen, letzterer konnte in dieser Saison bereits seinen 25. Erfolg ins Ziel bringen. Die Mitgliederentwicklung war sehr erfreulich, so schwoll die Zahl der Aktiven auf zeitweilig 40 Ruderer an.

1965/66: ln diesem Jahr entdeckte man die wohl Wegen der abgeschlossenen Kanalisierung und der damit verbundenen geringeren Strömung in Misskredit geratene Mosel wieder. Mit drei Booten fuhren 15 Aktive von Trier nach Köln. Auf der Landesregatta in Essen wurden wieder zwei beachtliche 2. Plätze erreicht. H.-J. Thenee und K. Müller ließen dem zweiten Platz in Essen zusammen mit Stm. W. Köhnen noch einen Sieg bei XIII. internen Schülerregatta in Köln folgen. Einen neuen Tagesrekord (Fahrt von Sonnenaufgang bis Untergang auf dem Rhein) erreichten J. Sauer, R. Wieck und Dr. S . Mendner im lkaros. Sie ruderten bis zum Bundeshaus in Bonn (65 km). Am 22.10.1965 wurde das Skiff „Delphin“ vom Protektor Dr. Siegfried Mendner getauft.

1966/67: Der Vorsitzende Dieter Diekmann leitete eine Wanderfahrt auf Werra und Weser. Die Ausbildung der 38 interessierten Anfänger von Dipl.-Sportlehrer Manfred Homola unterstützt. Auf der Landesregatta in Essen gab es wegen starker Konkurrenz nur mäßige Erfolge

1967/68: Der 1. Vorsitzende Jürgen Tapperath organisierte eine Wanderfahrt von Serrig nach Köln auf Saar, Mosel und Rhein (320 km). Die Mitglieder, R. Bekker, P.Christgau, B. Nelles, J. Eben und A. Ehrhardt erruderten einen neuen Tagesrekord, Rhöndorf (80 km). In den Osterferien 1968 findet eine Moselfahrt mit „Siebenschläfer” und „Oskar Jäger II“, der am 30.4.1968 von Dr. Kurt Hammelsbeck, einem alten SRVler, getauft wurde, statt. Insgesamt 15.057 km, davon Jürgen Borkowski allein 1.710 km.

1968/69: Auf der Landesregatta gewannen A. Bartsch und W. Klamp mit Stm. F. Scharrenbroich einen 1. Platz im Gig- Doppelzweier. Zu erwähnen auch noch drei Wanderfahrten: 1. Mainz-Köln mit „Oskar-Jäger” und „Siebenschläfer“, 2. Würzburg-Köln mit „Oskar-Jäger“, 3. Rüsselsheim- Köln mit „Oskar-Jäger” und „Berlin“. Die Mitgliederzahl sank zeitweise auf unter 30.

1969/70: Unter Leitung des Protektors verbrachten 20 Schüler ein Wochenende auf dem Rursee mit Leihbooten der TH Aachen. Überhaupt war dieses Jahr von zahlreichen Wanderfahrten geprägt, sechs an der Zahl: 1. Stuttgart- Köln, 2. Koblenz-Köln, 3. Köln-Remagen-Köln, 4. Würzburg-Köln, 5. Diez-Köln, 6. Mainz-Köln. Dazu kommt die Wanderfahrt des Ehemaligen Dr. Hans Wesemann mit Jürgen Borkowski von Sedan nach Huy auf der Maas. Erfolgreich waren auch die Rennruderer: Bernd Schmitz-Dräger, Bernd Laaß, Wolfgang Bündgen, Klaus Brüggemann und Stm. Franz Scharrenbroich waren sowohl bei der KRV-Regatta auf dem Decksteiner Weiher als auch bei der Landesregatta in Essen erfolgreich.

1970/71: Das Schuljahr stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen zur 50-Jahr-Feier des SRV. Sie fand am 5.6.1971 mit 80 Teilnehmern in Rodenkirchen statt. Die Rennruderer waren erfolgreich wie nie: 17 Siege, 15 Zweitplazierungen (u.a. A. Heimann, K. Brüggemann, W. Bündgen, B. Schmitz-Dräger, B. Laaß, H.G. Mendner, W. Klamp, H.U. Brüggemann, W.v.d. Meden). Hinzu kamen viele Wanderfahrten: 1. Regensburg-Wien auf der Donau, 2. Mainz- Köln, 3. Gray-Lyon, 4. St. Goar-Köln, 5. Koblenz-Köln und 6. Frankfurt-Köln. Auch der Tagesrekord wurde verbessert: Bad Honnef (86 km, Ruderer: W. Bündgen, B, Schmitz-Dräger und F. Scharrenbroich). Erreichte Mannschaftskilometer: 25.969 km.

1971/72: 23 Siege errang der SRV bei diversen Regatten, davon W.v.d. Meden 12, K. Brüggemann 9 und der Stm. M. Steinhorst 12. Besonderer Erfolg der Sieg bei „Jugend trainiert für Olympia” und damit bei den Deutschen Schülermeisterschaften (Doppelzwe?er v.d. Meden/Brüggemann). Außerdem Wanderfahrten von Hann, Münden bis Minden, von Lyon rhôneabwärts, Heilbronn-Köln, Plöner See, Mannheim-Bacharach, Zell-Köln, Limburg-Köln und Würzburg-Köln. Und wieder ein neuer Tagesrekord: lm Schinderhannes ruderten die Ehemaligen F. Scharrenbroich, R. Wieck, Dr. S. Mendner, P. Christgau und Dr. H. Wesemann bis zur Ahrmündung (108 km). Es war das letzte Jahr des Dr. Mendner als Protektor des SRV am FWG. Wachablösung: Manfred Homola neuer Protektor

1972/73: lm Herbst 1973 übernahm OStR Manfred Homo- la das Steuer im SRV am FWG. Wegen des Weggangs der Abiturienten v.d. Meden und Brüggemann wurden nur mäßige Rennergebnisse erreicht. OStR Homola organisierte auch die gemeinsame Wanderfahrt auf der Weser mit dem Gymnasium Velbert.

1973/74: Der Umschwung kommt: Die Aktivitäten verlagern sich mehr und mehr vorn Renn- zum Fahrtenrudern. Zu verzeichnen waren die Teilnahme an der Mittelland- Bootsrallye in Boppard, eine Neckar-Wanderfahrt sowie ei- ne Rudertour von Traben-Trarbach nach Köln. Zu Anfang des Schuljahres wurde das erste Mädchen Mitglied des Vereins. 1974/75: Trotz hoher Mitgliederzahlen gingen die Aktivitäten des Vereines zurück. So wurden in diesem Schuljahr nur 3.752 km errudert.

1975/76: Mit der Hilfe von Dr. Mendner gelang es, den SRV wieder stärker zu beleben. Jochen Hansmeyer organisierte eine Rheintour von Köln nach Amsterdam, es gab ei- ne Moseltour von Trier nach Köln, und Hans-Günther Kern fuhr über Pfingsten mit einer Gruppe von Weilburg (Lahn) nach Köln.

1976: (Die kommenden Jahre orientieren sich gemäß einer Satzungsänderung von 1976 nicht mehr am Schul-, sondern am Kalenderjahr.) ln den Sommerferien leitete Peter Christgau eine Donaufahrt von Regensburg nach Wien. Erwähnenswert auch eine Wanderfahrt von Marbach nach Köln, in deren Verlauf Hans-Günther Kern mit seinem Boot an der Loreley absoff. ln diesem Jahr stieß auch StR Rainer C. Wieck wieder zum SRV. Er betreute vor allem die Anfängerausbildung. Sechs SRVler überschritten in diesem Jahr die 1.000-km-Marke, darunter J. Hansmeyer mit 3.131 km.

1977: Die Osterwanderfahrt führte sechs SRVler nach Holland (Kern, J. lmkamp, R. Hellmer, F.J. Stadler und E. Hansmeyer). Erstmals veranstaltete der SRV ein Ausbildungslager in Bodenwerder an der Weser. lm Herbst wieder eine Fahrt von Trier nach Köln. Am 28.02.1977 wurde ein Förderverein für das Schülerrudern am FWG (FSR am FWG e.V.) gegründet.

1978: Die Ausbildung auf dem Decksteiner Weiher wurde durch den Abriß des Bootshauses unmöglich und sollte erst 1982 wieder aufgenommen werden. Herausragendes Ereignis war der Sieg bei der 9. Mittelland-Bootsrallye von St. Goar nach Boppard, einer Mischung aus Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Intelligenz, guter Organisation und gutem Auge. Es siegten für das FWG: J. Rudolf, K.-H. Stähling, M. Rondholz, B. Rudolf und B. Rumscheidt. Desweiteren gab es Wanderfahrten auf dem Bodensee/Hochrhein, Main und Rhein. Erstmals erwähnt in den Chroniken das inzwischen traditionelle Abrudern auf der Hausstrecke von Honnef nach Köln (42 km). Am 12.5.1978 wurde die 4. Generation „Oskar-Jäger” getauft.

1979: In diesem Jahr war die Ruderwut kaum zu bremsen. Der bisherige Vereinsrekord wurde um fast 4.000 km auf 29.310 km verbessert, davon Karl-Heinz Stähling allein 3.387 km. Wanderfahrten auf Donau, Neckar, Lahn, Mosel, Main und Rhein. Bei der Bopparder Bootsraliye erreichte der SRV einen 2. und 6. Platz. Getauft wurde in diesem Jahr der Doppelzweier „Argo”, gebaut von der Bootswerft Kuhn (Marl).

1980: Die Ruderwut des vergangenen Jahres hatte sich wieder beruhigt, doch gab es trotzdem diverse Wanderfahrten: in Holland von Den Haag nach Amsterdam, auf Ems, Küstenkanal, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal, auf dem Marne-Kanal und auf der Mosel. Am 5.5.1980 fiel der Tagesrekord von 1972. Norbert Schröder, Cai van Velsen, Rainer C.Wieck, Rainer Engelmann und P. Stumm (beide SRV Gymn. Kreuzgasse) setzten die Wendemarke bis nach Hönningen (117 km), ein Rekord der lange Bestand haben sollte. Weiter umrundeten drei Ehemalige und ein Übungsleiter (H.-G. Kern, R.C. Wieck, J. Hansmeyer und R. Engelmann) den Lac Leman (Genfer See) an einem Tag (165 km).

1981-83: Wie in den letzten Jahren auch wieder viele Wanderfahrten: Ostern auf dem Main (Bamberg-Frankfurt), Gießen-Köln (Lahn/Rhein) und im Sommer auf Bodensee und Hochrhein. Desweiteren nahm der SRV auch an der Tidenrallye und an der Bopparder Bootsrallye teil. Mit einer Zahl von 55 Mitgliedern erreichte der Verein einen neuen Mitgliederrekord. Es wurden 20.000 Kilometer, eine halbe Erdumrundung, gerudert. Vor den Sommerferien gab es wieder ein Ausbildungslager. Hinzu kamen zahlreiche Wochenendfahrten, Regatten und „Expeditionen“, wie die Kanalüberquerung Calais-Dover oder eine Umrundung der „Insel der Werktätigen“ auf der Newka in Leningrad (während der Rußlandfahrt der 12. Jahrgangsstufe). Drei- mal wöchentlich hatten die Mitglieder des SRV die Möglichkeit, mit 11 ausgebildeten Steuerleuten am Ruderbetrieb teilzunehmen. Die Anfängerausbildung leitete der Übungsleiter Rainer Engelmann.

1983/84: Es fanden zahlreiche Wanderfahrten statt und die Mitgliederzahl hielt sich konstant. Das schon Tradition gewordene Ausbildungslager fand dieses Jahr natürlich auch wieder statt. Ansonsten lässt sich anhand der Aufzeichnungen nicht mehr erahnen.

1984-86: „Churchen-time“. lm Frühjahr verließ mit dem Abitur eine große Zahl sehr aktiver Ruderer das FWG. Der neue Vorstand musste mehrere geplante Wanderfahrten mangels Verantwortlichen absagen. Trotzdem fand in dieser Zeit ein verlängertes Anrudern (Köln-Neuwied), eine Sommer-Donautour, zwei Pfingsttouren (Mosel und Rhein), mehrere Wochenendfahrten und eine Fahrt auf dem Rhein- Marne-Kanal von Straßburg aus statt. Der SRV nahm eben- so an dem Hürther 24-Stunden-Rudern, der Bremer Tiden- rallye und dem Rhein-Marathon von Köln nach Düsseldorf teil. Möhnesee und Projekttage wurden zum intensiven Rudern genutzt. Die Kontakte zum KRV von 1877 wurden verbessert, so dass gemeinsame Bootstransporte ermöglicht wurden. Die Mitgliederzahl stieg stetig an. Die erste Ausgabe der ODYSSEE AM FWG wurde aus der Taufe gehoben. Der Ruderbetrieb in Deckstein wurde wieder aufgenommen.

1986-88: innerhalb dieser Jahre konnte der SRV zwei Neuzugänge zum Bootspark verzeichnen. Ein Gig-Doppeldreier konnte auf den Namen „Dr. Mendner“ und ein Trimmi-Einer nach dem verstorbenen Hausmeister Herrn Zeuschner auf den Namen „Schleck“ getauft werden. Ansonsten musste das Abrudern am 16.11.86 wegen der Sandoz-Gift schwemme abgesagt werden, das aber nachgeholt wurde. Das 24-Stunden-Rennen wurde 1987 zusammen mit dem SRV Gymn. Kreuzgasse und 1988 im Team mit dem KRV 1877 besucht. Wie jedes Jahr gab es Wanderfahrten auf Saar, Mosel und Rhein.

1988-91: Erstmals in der Geschichte des SRV ist eine Frau Vorsitzende des Vereins. Zum siebenten Mal wird der Möhnesee 1988 besucht, das Jahr darauf zum achten Mal. Am Z9. Oktober gibt es zum ersten Mal ein Skiff-Festival, das zusammen mit dem SRV Kreuzgasse organisiert wurde. Beim Abrudern 1989 wurden 2 neue Skiffs zum Bootspark hinzugefügt: „Tünnes“ & „Schäl”. Der Verein nahm wieder am 24-Stunden-Rennen teil und besuchte die Z0. Jubiläums-Mittelrhein-Bootsrallye (Boppard). Des weiteren gab es Wanderfahrten auf den Traditionsflüssen Saar, Mosel und Rhein.

1991/92: Erstmals führen die traditionellen Pfingsttouren den SRV nicht auf die Mosel, sondern auf den Main. in der Zeit vom 18.-23.5.91 ruderten 15 SRVler von Würzburg nach Aschaffenburg. Eine Fortsetzung der Tour führte schließlich bis nach Köln zurück. Die diesjährige Sommertour führte abenteuerlustige SRVler auf die Weser. Neuer Tagesrekord unter FWG-Beteiligung: Der ehemalige Schüler Benno Kerling rudert mit einer Mannschaft des KRV 1877 (R. Dzialas, F. Spiekermann, D. Engels, D. Jaspers) die Strecke Köln-Koblenz-Köln binnen Z0 Stunden (185 km). Am 13.7.91 fand die Generalprobe zur großen 75 Jahr-Fei- er in der Schule und im KRV 1877 statt. Ziel des Vorstandes war die Instandsetzung des Zweiers „Berlin“ und die Total-Renovierung des „Schinderhannes“. Das Bootsmaterial und die Werkzeugvorräte wurden komplettiert und es wurde für einen neuen AB-Vierer mir Steuermann gespart, der noch 1992 getauft wurde („Phoenix”).

1992/93: Wie bereits 1984 übernahm ein sehr junger Vorstand am 16.9.92 die Führung des Vereins, insgesamt wurden 199Z 15.290 Kilometer von 29 Aktiven errudert, über- wiegend auf den Wanderfahrten, die wieder die bewährten Flüsse umfassten. Durch ein schweres Tief in der oberen Führung des Vereins, musste die Schulpflegschaft den Verein hindurchlenken, um weitere Probleme auf dieser Ebene zu vermeiden. Ansonsten lässt sich die Teilnahme am 24- Stunden-Rudern und am Kölner Stadtachter verzeichnen.

1993/94: In diesem Jahr erruderten 40 Aktive 12.992 Kilometer. Es konnten u.a. 4 Paar neue Tourenskulls und Ausleger für das Boot Argo angeschafft werden. Beim Kölner Stadtachter gelang es Christoph Bernards, Markus Hock, Christian Stechemesser, Alexander Arenz und Jan Warp im endlich wieder fahrbereiten „Julius Caesar“, nach einer langen Durststrecke der letzten Jahre, endlich im Schüler- vierer den Z. Platz zu errudern, Auch an der Bopparder Bootsrallye konnten wir mit Z Booten teilnehmen, die nach 5 Jahren Pause endlich wieder einmal stattfand. Die Wanderfahrten führten uns dieses Jahr auf den Main, den Rhein, und von Berlin nach Eisenhüttenstadt. Dieses Jahr waren die SRVler das 13. Mal bei Familie Hagedorn am Möhnesee zu Gast. Das Abrudern auf der Haussstrecke wurde zusammen mit dem KRV 1877 koordiniert. Bei einem kleinen Missgeschick auf der diesjährigen Siegtour nach Niederkassel, wurde das schwimmende Bootshaus des Kopernikus Gymnasiums fast versenkt, konnte von der Feuerwehr aber doch noch geborgen werden.

1995: in diesem Jahr verzeichnete der SRV über 40 Mitglieder, dank des Skiff-Festivals im Mai. Beim Kölner Stadtachter konnte man an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen und erlangte in der „schweren“ Gruppe den beachtlichen 3. Platz. ln den Osterferien wurde die Mosel befahren, über Christi Himmelfahrt und Pfingsten, dann der Neckar von Lauffen nach Mainz. Die 14-tägige Sommertour führte uns auf dem Bodensee einmal im Kreis herum von Konstanz nach Konstanz. Außerdem gab es wie immer An- und Ab- rudern auf der Hausstrecke Bad Honnef-Köln. Beim 24- Stunden-Rudern konnten die „Kleinen“ des SRV dreimal die schnelle Punkterunde gewinnen. Beim Marathon von Paris nach Nogent auf der Marne stellte eine Mannschaft des SRV den besten Dreier („Ikaros”). lm Oktober waren bereits 10.825 Kilometer errudert.

1996 – 1998: Auch in diesem Jahr hat der SRV wieder über 40 Mitglieder, Am 28.2, feiert der SRV sein 75-jähriges Bestehen. Das Anrudern führte 22 Teilnehmer in 5 Booten wie immer die Hausstrecke entlang bis nach Köln. Die Himmel- fahrt- und Pfingsttour führte uns auf die Mosel von Merzig (Saar) nach Traben-Trarbach und von dort weiter flussabwärts. Wegen schlechtem Wetter wurden einige Teilnehmer nach Hause gefahren, so dass die Tour vorzeitig in Treis-Karden beendet werden musste. Die Vorbereitungen für die großen Feiern in der Schule und im KRV 1877 laufen auf Hochtouren und eine Ausstellung zum Thema „75 Jahre SRV am FWG“ ist in der Schule aufgestellt. lm Sommer ist eine dreiwöchige Jubiläumstour auf der Donau geplant, die in drei Teilen von Ingolstadt über Deggendorf und Linz nach Wien führen wird. Wir hoffen, dass dieses Jahr ein ganz besonderes für den SRV am FWG werden wird, an das man sich später mit Freude zurückerinnern kann.

Jan Warp, Markus Hock, Thomas Schaaf & Auszüge aus der Odyssee Nr. 5/91 (von Mick Jaspers)

1999: Am 07.11.1999 wurde das Kunstoff Skiff „Bärbelchen“ durch den Schulleiter Dr. Jansen getauft.

2000 – 2002: Neben dem üblichen Rudern, Schwimmen und Singen fand das erste “Rennrudertraining“ des neugebildeten Mädchenbootes (Stephanie Rohde, Mareike Tirrel, Mareike Zetzmann, Anne Sulkowski) unter Leitung von Michael Wolf statt. Von da an trainierte es 2-mal wöchentlich und nahm schließlich Ende September am 24-h Rudern, der Jugendregatta in Fühlingen und der Jubiläumsregatta der Kreuzgasse in Deckstein teil. Den größten Erfolg erzielte das Boot jedoch beim Stadtachter, indem es (anstelle des letzten Platzes wie in den vorherigen Jahren) den fünften Platz erruderte. Die Saison wurde dann am 18. November wieder traditionsgemäß mit der Strecke Bad Honnef- Köln beendet. Einen schönen Abschluss für dieses Jahr bildete am 15. Dezember die Feier zum 80-jährigen Bestehen des SRV in Rodenkirchen. Den ca. 60 Gästen wurden in unserer umgebauten Bootshalle eine „Zeitreise“, sowie eine Foto- Dokumentation geboten. Dieser Anlass wurde dann genutzt, um zwei neue Boote zu taufen. Am 15.12.2001 wurde der Kunststoff E-Gig Doppelvierer „Dionysos“ durch den Ehrenprotektor Manfred Homola und das Skiff „Speimanes“ durch Dr. Becher, Vorsitzender des Schulfördervereins getauft.

2003: Der SRV zählt über 70 Mitglieder und erfreut sich großer Beliebtheit. Neben dem Anfängerruderlager am Möhnesee gab es mehrtägige Wanderruderfahrten auf der Mosel (Bernkastel-Kues – Treis-Karden) und dem Rhein (Koblenz – Köln).

2004: Nach Wegfall vieler Mitglieder aus zwei Abiturjahrgängen sank die Mitgliederzahl auf unter 50 Schülerinnen und Schüler. Mit dem „Skiff-Festival“ am Decksteiner Weiher wurde verstärkt um neue Mitglieder geworben.

2005: Nach dem starken Rückgang der Mitgliederzahlen findet das Ruderlager am Möhnesee nicht statt. Dafür ging es aber zu einer Wanderfahrt auf die Lahn (Wetzlar – Laurenburg).

2006: Über Christi-Himmelfahrt ging es zu einer Wanderfahrt auf den Main (Würzburg-Wertheim) und im Juni 2006 wieder zu altbekannter Strecke auf die Mosel.

2007: Die Rudersaison wurde durchs Anrudern Bad Honnef – Köln eröffnet.

2008: Julius Maier wird neuer Vorsitzender Wie im Jahr zuvor fand erneut das Anrudern auf der Strecke Bad Honnef – Köln statt.

2009: In diesem Jahr ging Rainer Wieck, Protektor des Vereins, in Rente. Dieser Mann hat in den vergangenen 33 Jahren das Vereinsleben geprägt wie kein anderer. Christian Esser und Eyvelin Deters wurden die neuen Protektoren des VereinsUm die Tradition einer Rhein-Regatta für die Vierer der Schulen des Kölner Regattaverbandes wieder aufleben zu lassen, wurde in diesem Jahr am Nachmittag der „Kölner Lichter“ eine Schülerregatta für die Schülerrudervereine und Schülerruderriegen des Kölner Regattaverbandes in Rodenkirchen auf dem Rhein gestartet, an dem der SRV den dritten Platz belegte. Die mittlerweile wieder traditionelle Möhneseefahrt wurde wieder ins Leben gerufen.

2010: Am 05.03.2010 wurde der Kunstoff C-Gig Doppelzweier „Hermes“ durch Prof. Dr. Rolf Caesar getauft. Es war das letzte Jahr der Protektorin Eyvelin Deters am SRV am FWG. Christian Esser leitet nun weiterhin den Verein unterstützt durch Michael Opladen.

2011: Im 90. Vereinsjahr wieder 40 Mitglieder

2012:Der SRV hat die Umstellung auf die verkürzte Gymnasialschulzeit (G8) gut überstanden und kann immer auf eine Vielzahl an aktven Ruderern bei den Dienstags-Terminen blicken. Die Schülerinnen und Schüler lernen im Team zu arbeiten, individuell ihre Rudertechnik zu verbessern und Verantwortung zu übernehmen gegenüber dem teuren Bootsmaterial und nicht zuletzt der Umwelt, in der sie ihren Sport ausüben.

2013: Das Ruderrevier am Decksteiner Weiher konnten wir in diesem Jahr nur begrenzt benutzen, da der Brückenbau über die Gleueler Str. länger dauert, als geplant und damit der große See für Ruderboote nicht befahrbar ist. Nach der Möhneseefahrt 2012 diente der Kanal nur kurz als Trainingsstrecke, bevor wir dann dieses Jahr sehr früh an den Rhein gewechselt sind. Die Schülerinnen und Schüler unserer Ruderriege haben am Samstag, den 14.12.2013 erfolgreich und mit unglaublichem Einsatz (bis zur völligen Erschöpfung…!) am 1. Kölner Ergometer-Cup teilgenommen. Für den SRV starteten 13 Schülerinnen und Schüler. Das FWG hat den 1. Platz unter den Schulen belegt und wurde damit Schulmeister 2013. Beim Kölner Stadtachter konnte man an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen und erlangte in der „schweren“ Gruppe den beachtlichen 2. Platz.

2014: Die Deutsche Ruderjugend suchte die schnellste Klasse Deutschlands 2014. Über 15.000 Schüler aus allen Teilen Deutschlands nahmen an diesem tollen Wettbewerb teil. Das FWG zeigt sich stark auf dem Ergo und platzierte sich im oberen Mittelfeld. Beim Kölner Stadtachter belegte das

2015: Mit einer großen Fußgruppe ist der SRV zusammen mit dem Kölner Ruderverein von 1877 beim diesjährigen Karnevalszug in Rodenkirchen mitgegangen. Im Winter nahmen dann schweren Herzens viele Wegbegleiter bei Familie Kerling im Garten Abschied vom „Schinderhannes“. Er war auf fast allen ruderbaren Gewässern Deutschlands unterwegs, insbesondere die Mosel dürfte der „Schi’ha“ fast auswendig kennen und sich an manche Schramme bei unwirtlichen Anlagemanövern am Ufer schmerzvoll erinnern. Bei der traditionellen Möhneseefahrt im Herbst wurde ein neuer Teilnehmer Rekord aufgestellt: über 65 Schüler. Beim 84. Kölner Stadtachter belegte das FWG den 2. & 4. Platz. Der Verein wird nun zusätzlich vom Sportlehrer Niko Borris unterstützt.

2016: Am 16.12.2016 wurde der Kunstoff E-Gig Doppelvierer „Möhnesee“ durch Timur Nayin getauft. Wanderfahrt Datteln-Hamm Kanal.

2017: Über Fronleichnam wurde erstmals eine Tour auf dem Hennesee durchgeführt. In diesem Jahr halfen einige SRVler am Ruderstand, um den Olympic Day im Deutschen Sport und Olympia unterstützten. In den fast 4 Stunden haben sich mehr als 500 Schüler auf dem Ruderergometer probiert. Beim Kölner Stadtachter belegte das FWG den dritten Platz.

2018: Zum ersten Mal in der SRV-Geschichte führten wir dieses Jahr eine Wanderfahrt beim SRV unserer Partnerschule aus Middelburg (Niederlande) durch. Zum Abschluss traten beide Schulen in mehreren Disziplinen/Spielen im Skiff gegeneinander an. Beim Kölner Stadtachter belegte das FWG den dritten Platz. Nach langer Zeit startete für den SRV wieder ein Schülerinnen Boot, dass Platz 1 belegte. Um die Kooperation mit SRV Schiller/ KLS wiederaufleben lassen wurde eine gemeinsame Wanderfahrt zur Mosel durchgeführt. Julia Lauten wird Trainerin beim SRV und stellt eine Mannschat für den Rheinmarathon zusammen. Inspiriert durch Rolf Caesar wurde der Vorstandspostens des Vergnügungswarts wieder eingeführt. Der SRV am FWG war auch dieses Jahr zum 6. mal beim KRV Ergo Cup mit einer großen Rennmannschaft vertreten. Zum ersten Mal waren wir sogar Kooperationspartner in Organisation und Durchführung. Die Veranstaltung, in der sowohl Schülerriegen, als auch Hobby- und Profi- Ruderer an Ergometern gegeneinander auf Zeit rudern, fand am Samstag, den 08.12.2018 in der Aula des FWG statt. Sportlich waren wir mit 5 x Gold, 3 x Silber und 3 x Bronze und dem Gewinn des Schülerrennens die erfolgreichste Schule des Wettbewerbs.

2019: Beim Kölner Stadtachter belegte das Schüler- Boot Platz 2 und das Schülerinnen-Boot Platz 3. Auch in diesem Jahr fand wieder eine Wanderfahrt zur Mosel statt. Erstmals wurde beim Aktionstag „Kölle Putzmunter“ teilgenommen, bei der der SRV zusammen den anderen Rodenkirchener Rudervereinen KRV 1877, KCfW und KRG 91 das Rheinufer säuberten. Der SRV verzeichnet einen neuen Mitgliederrekord mit 114 Schülern und Schülerinnen. Die Möhneseefahrt verzeichnet mit 86 Teilnehmern ebenfalls einen neuen Rekord. Bei den Etappen auf der Moselwanderfahrt wurde erstmals stromaufwärts gerudert. In diesem Jahr verlässt Christian Esser die Schule. Bei seiner Abschiedsfeier bildeten über 80 Schülerinnen und Schüler des SRVs ein Spalier aus Skulls quer durch die Aula bis zur Bühne. Neuer Protektor ist Niko Borris, der von Lukas Wandel unterstützt wird. Michael Opladen beendet nach 9 Jahren seine Trainerlaufbahn am FWG.

2020: Das Corona Jahr ging auch am SRV nicht spurlos vorbei. Dennoch konnte eine Wanderfahrt mit einer kleinen Teilnehmerzahl zur Mosel durchgeführt werden. Es laufen bereits die ersten Vorbereitungen für die kommende Hundertjahrfeier.

2021: Der Schülerruderverein am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium feierte am 28.02.2021 seinen 100. Geburtstag. Zahlreiche Aktive und Ehemalige haben coronabedingt am 28. in einer virtuellen Feier auf den Geburtstag anstoßen. Am 01.10.2021 fand der Festakt statt. Dank des „Vereins der Freunde und Förderer des Schülerruderns am FWG“ konnte der „Vierer-Mit“ MCMXXI getauft werden. Rainer C. Wieck und Michael Opladen wurden für besondere Verdienste für den SRV zu Ehrenmitgliedern ernannt. Beim Wettbewerb „Schnellste Klasse Deutschlands“ erreichte die Klasse 7 den 13. Platz. Die Klassen 8, 9 und 10/EF erreichten mit teilweise gerade mal 0,2 Sekunden Vorsprung den 1. Platz. Die Übergabe der Medaillen und Plaketten fand in der Aula des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums im Rahmen des Festakts 100 Jahre SRV am FWG statt. Da die Jugendherberge am Möhnesee coronabedingt geschlossen war, ging es dieses Jahr erstmalig mit ca. 80 Teilnehmern an den Sorpesee.

2022: Im Mai ging es auf altbekannter Strecke mit 20 Teilnehmern auf die Mosel auf Wanderfahrt. Der FSR am FWG rief die erste Sommerferienchallenge ins Leben. Nach zwei Jahren coronabedingter Pause ging es mit 80 Teilnehmern wieder zum Möhnesee.