Der SRV im Spiegel der Presse

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Kunststoff-„Molch“ zum 50. Geburtstag
Ruderverein des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums feiert Jubiläum
VON GEORG BUNISCH

So heißen „Zugvogel“, „Schinderhannes“ oder „Siebenschläfer“. Klingende Namen für schmale, schnittige Ruderboote, um deren Bugspitzen schon Tausende Liter Rheinwasser schwappten. Ihr Besitzer: der Schülerruderverein des Staatlichen Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums. Am Wochenende feierte er offiziell seinen 50. Geburtstag.

Dieses halbe Jahrhundert war Anlass genug, die vereinseigene Boot-Kompanie in den Räumen des Kölner Rudervereins von 1877 (Rodenkirchen) um den „Molch“ zu verstärken. Zum Einsatz auf der Jubiläumsfahrt Mitte Juni nach Regensburg und Wien kommt er freilich nicht. Denn der „Molch“ ist ein Kunststoffeiner. Und wer rudert schon gerne alleine 442 Kilometer auf der Donau?

Im Laufe der Zeit haben die Schülerruderer auf dem Rhein und anderen Flüssen und Binnengewässern eine Strecke „heruntergepullt“, die fast der Entfernung Erde – Mond entspricht. Haben fast jedes Jahr eine Wanderfahrt unterschiedlicher Länge unternommen und lagen in etlichen Regatten mit Nasenlänge, sprich Bug vorne. Allein in dieser Saison verbuchten die Ruderer neun Siege. Und man hofft, dass diese Serie weiter anhält.

Die Keimzelle des SRV – dritter Schülerruderverein in Köln offiziell am 28. Februar 1921 ins Leben gerufen – war die legendäre Vorturnerschaft. So vermerkt es die Chronik. Doch in den Jahren bröckelte der Glanz jener Einrichtung ab. Der Ruderverein dagegen erstarkte. Erster Protektor war übrigens Studienrat Halfmann, der gefürchtetste Mathematikpauker des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, ein impulsiver und temperamentvoller Herr.

Heute führt – und das seit 15 Jahren – Studiendirektor Dr. Siegfried Mendner die SRV-Geschäfte als Leiter und verantwortlicher Lehrer. Die Einstellung der Schulleiter zum Rudersport hat sich in den letzten 50 Jahren merklich gewandelt. Oberstudiendirektor Dr. Ludwig Krumme, selbst Sportler, zeigt größtes Verständnis fürs Rudern. Vor einem halben Jahrhundert hatte Direktor Kroesing den Sport abquali?zie?t. Seine klipp und klare Meinung: „Extra vagant und feudal“.

Kölnische Rundschau vom 8. Juni 1971

 50 geburtstag

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Der Sieg ist ihnen nicht so wichtig

Ruderverein das Friedrich-Wilhelm Gymnasiums besteht seit sechzig Jahren

Seit sechzig Jahren rudern sie und haben dabei schon eine Strecke zurückgelegt, die der Entfernung zum Mond entspricht. Mit einer Ausstellung, die Einblick in die Vereinsgeschichte gibt, gedachten die Mitglieder des Schülerrudervereins es Friedrich-Wilhelm Gymnasiums an der Severinstraße dieses Jubiläums. Ganz groß wird aber erst im Mai gefeiert, wenn die Boote wieder zu Wasser gelassen werden.

Der 1921 gegründete Verein in aus der Vorturnerschaft entstanden, die von Oscar Jäger, dem damaligen Direktor es Gymnasiums, ins Leben gerufen wurde. Seither haben viele Schüler den Umgang mit Rollsitz und Skull gelernt.

Wettkampfehren sind den derzeit 44 Mitgliedern des Vereins nicht so wichtig wie Geselligkeit und Kameradschaft, und so werden die zwölf Vereinsboote hauptsächlich für Wanderfahrten eingesetzt. Die Organisation dieser Fahrten liegt in den Händen der Schüler.  Norbert Schröder aus der elften Klasse weiß als erster Vorsitzender eine Menge von der damit verbundenen Arbeit zu berichten. Dass sich sein Einsatz aber auch lohnt, kann man seiner Begeisterung entnehmen, wenn er von der letzten Fahrt auf der Donau erzählt. Für 250 Mark pro Teilnehmer war man drei Wochen auf der Strecke Ulm-Wien unterwegs. Neben der erforderlichen Kondition für eine solche Tour sind dabei auch noch Qualitäten im Kochen und Zeitaufbauen gefragt.

Die Wartung und Reparatur der Boote übernehmen die Schüler ebenfalls selbst, dann Rudern ist nicht gerade ein billiges Hobby. So ein Vierer kostet um die 11000 Mark. Finanzielle Unterstützung holen sich die Lungen und Mädchen alljährlich beim Sport- und Bäderamt der Stadt. Was dann noch in der Kasse fehlt. schießt der jüngst gegründete Förderverein zu.

Volle Unterstützung finden die Schüler auch bei ihrem Direktor, Hanns-Dieter Becker. Er hält die Betätigung im Ruderverein für eine sinnvolle Ergänzung des Schulalltags. Führungsqualitäten, Organisationstalent und Verantwortungsbewusstsein könnten die Schüler durch die Mitarbeit im Ruderverein erwerben.

 Kölner Stadt-Anzeiger

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